G e s c h i c h t e und G e g e n w a r t
ES WAR EINMAL...
...vor langer langer Zeit, um genau zu sein, es war ein schrecklicher Herbsttag 2005. Wir saßen vor der Glotze (was sonst) und bemerkten einen Bericht über quirlige Frettchen. Vor Langeweile geplagt stöberten wir darauf im Internet nach Themen über diese possierlichen Tierchen. Wir freundeten uns immer weiter mit dem Gedanken an, uns solche Zwerge ins Haus zu holen. Nachdem wir etliche Stunden im Internet und einige Zeit mit Bücherfachlektüren-schmöckern verbrachten, telefonierten wir so ziemlich alles durch, was sich mit Haustieren beschäftigt. Abgabetiere im Tierheimen waren (zu unserer Zeit) Raritäten und uns wurde geraten, bei Vereinen nachzuhaken. Jetzt kommt der Admin dieser Seite ins Spiel, Hermann Raith, welcher die Vermittlung von Pflegetieren über >Ein Herz für Frettchen< mitorganisierte. Das Balu und Luna grad ein neues Zuhause gefunden haben, wurmte uns ein klein wenig :-) , eine andere Hoffnung blieb dann doch in Hessen und wir beschlossen, mal bei diesem >Kölle< nachzuforschen (für Outsider: ZooBaumarkt) . Irgendjemand dort wusste zumindest, wann überhaupt Tiere abzugeben wären. Wir setzten uns auf eine >Warteliste<, von der im Frühjahr 2006 niemand mehr etwas wusste. Und überhaupt wusste da niemand so richtig etwas über Frettchenpflege und das Drumherum. Die Warterei ließ uns ein wenig Luft, um ein ausgetüfteltes Imperium für Frettchen zu kreieren. Ein wenig später, ende Mai, kamen dann tatsächlich Frettchen zu Kölle. Wir sind natürlich auf schnellsten Wege dort hin und waren auf eine Art über das >Gewimmel< begeistert, auf eine Andere aber mit Mitleid befangen über diese Überfrachtung; und der Unwissenheit der Verkäufer über diese possierlichen Racker. Es waren an die Dreißig Tiere, die Auswahl schwer und der Preis sehr hoch... (Sollte er auch aus Schutz vor Abschiebung). Also hielten wir unsere Hände ins Gehege und da war Sie - die Neugier, damals eine Nummer, heute Tommy und Lui. Sie zogen das >große Los<. Eine nette Verkäuferin packte sie uns ein und berechnete uns 400€ für zwei Nagetiere. Biologie 6 ,setzen. Zehn Minuten Fahrt im Pappkarton machten die folgende Aufregung wieder wett. Da waren sie also. So klein aber schon so frech und quirlig.
Tommy mit Iltisfärbung, hat sich prächtig entwickelt, den ruhigen Part gewählt und anspruchslos jede Schmusedecke in Beschlag genommen, der auch mal gerne in Füße beißt, um auf seinen Spieltrieb aufmerksam zu machen, während Lui in Zimtfarbe sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, rastlos nach neuen Wegen in seiner Umwelt zu suchen und alles peinlich genau zu untersuchen, je höher, desto interessanter; und er deshalb auch sehr auf seine schlanke Linie achtet und alles andere ehern
links liegen läßt.
Die beiden sind nun eineinhalb Jahre bei uns und es hat sich viel getan. Und es wird nie enden. Frettchen mögen keine Eintönigkeit und geben dies an den Schöpfer der >Drainagerohrwelt< gerne weiter. Bauen, stylen, kreieren, es gibt immer etwas zu tun. Zuhause sind unsere Zwei in einem (fast) eigenem Zimmer. auf Sechs Quadratmeter Grundfläche fand ein Zweigeschosser samt Penthouse mit Aussicht Platz, 40m lange Rohrautobahnen mit mehr Abzweigungen als ein britischer Kreisverkehr und natürlich einige Kuschelecken-Raschelkisten-AusTobeMöglichkeiten.
So knuffig die beiden auch sein können, so gerne zeigen sie auch, das es keine Schmusekatzen sind und lieber auf Entdeckungsreise gehen und vor nichts zu stoppen sind. In Punkto Stubenreinheit gibt´s nicht´s zu bemängeln. Theorie und Praxis des Toilettenmaagement ging voll auf, beide suchen stets penibel für den Inneren Frieden das Klo in Ihrem Reich auf.
Zwischenzeitlich waren die beiden häufiger beim Hermann und Marinas Rasselbande zu besuch und sie verstehen sich mit Jimmy, Laika und co prima.
Um so mehr wir diese Tierliebe zu schätzen wissen. Auch aus einem anderen Grund. Wir bekommen menschlichen Nachwuchs und sind daher leider gezwungen, das Zimmer zu räumen. Was aber nicht heißt, das die Zwei jetzt leiden müssen. Weggeben in Hände, die wir nicht kennen, kommt nur schwer in Frage. Hermann ging sofort auf diese Problematik ein und bot seine Hilfe an. Die Zwei finden bald >vorrübergehend< bei Seiner Rasselbande ein Plätzchen...Deswegen werden die Zwei uns aber nicht los.
Im Übrigen befürworten wir die Frettchenhaltung, wie andere eben eine Katze als Stubenhocker bevorzugen. Panikmacherei und Diskussionen über die Haltung von Raubtieren mit Freiheitsentzug sind überzogen und unnötig.
Alles eine Frage der Einstellung.
UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND, dann wuscheln sie noch morgen...
Wir grüßen alle Frettchenliebhaber und alle anderen auch:-) Claudi+Micha
Herzlichen Dank an den Herausgeber dieser Seite. Stand: Oktober 2007